Donnerstag, 31. Januar 2013

Erste experimentelle Kurzgeschichte auf Kuno-Kulturnotizen

Experimentelle Prosa, KUNO, Kulturnotizen, Kurzgeschichte, Ausstellung hinter der Stirn

Als mich Matthias Hagedorn von KUNO-Kulturnotizen kurz vor dem Jahreswechsel fragte, ob ich Lust hätte, einen Gastbeitrag für ihn zu schreiben, konnte ich zunächst gar nicht richtig reagieren, da mir sein Online-Magazin bereits durch hochwertige Texte, Lyrik und Artikel aufgefallen war. Nach dem ersten Schreck, vermutlich hätte ich mich nie getraut, ihn zu fragen, sagte ich ihm begeistert zu und schickte ihm kurz darauf zwei meiner experimentellen Kurzgeschichten. Eine davon  ist heute auf KUNO zu lesen mit den Text begleitenden Bildern des Mainzer Künstlers Andreas Liebich: Ausstellung hinter der Stirn

Samstag, 19. Januar 2013

Stilanalyse von Duden-Korrektor 9

In Papyrus Autor 6 ist die Stilanalyse von Duden-Korrektor 9 enthalten. Das Programm ist ziemlich umfangreich, sodass ich noch nicht alle Funktionen kenne. Einige meiner begonnenen größeren Texte habe ich  dort schon abgespeichert und organisiert. Da ich keinen Mainstream schreibe, ging ich davon aus, dass die Stilanalyse für mich unnütz sei. Tatsächlich beschwert sie sich wenig bei meinen Wortneubildungen, allerdings mag sie meinen Stil trotzdem nicht. ;-) Sie meckert bei langen Sätzen, Passivkonstruktionen, Adjektiven und Adverbien. Dinge, die für Autoren, die Mainstream schreiben, durchaus nützlich sein können, für mich sind sie anstrengend, da ich natürlich schaue, ob die Analyse nicht doch Recht hat. Hat sie natürlich nicht, sie würde meinen Stil zerstören. Eine Funktion ist jedoch wirklich hilfreich, das Markieren von Wortwiederholungen, insbesondere bei Worten, die einem selbst nicht direkt ins Auge fallen, wie z.B. Präpositionen. Füllwörter erkennt sie ebenfalls, wobei sie manchmal notwendige Zusätze zum Verb streicht, ansonsten jedoch ziemlich zuverlässig arbeitet. Insgesamt betrachtet, stellt die Analyse aber selbst für mich beim Überarbeiten der Texte eine Arbeitserleichterung dar, da sie Einiges einfach schneller erkennt.

Dienstag, 15. Januar 2013

Notizbücher und Software

Zurzeit verfasse ich zwar selten Blogbeiträge, trotz allem bin ich, soweit es meine Arbeit zulässt, viel am Schreiben und Notieren. Zwei weitere Notizbücher habe ich mir zugelegt, darüber hinaus Papyrus Autor, sodass ich endlich auch meine umfangreicheren Schreibarbeiten besser organisieren, mit Notizen versehen kann, ohne irgendwann durch meine Zettelsammlungen nicht mehr durchzublicken.

Drei größere Werke habe ich in dem Programm bereits angelegt, an denen ich jeden Abend ein wenig schreibe oder herumfeile. Da ich meine Texte selten chronologisch anfertige, kann ich hier Kapitel, Szenen, Kommentare und Notizzettel anlegen, den Bearbeitungsstand notieren sowie diese später verschieben. Das erleichtert die Arbeit ungemein, die Software ist nicht gerade preiswert, jedoch lohnt sich die Investition.

Demnächst widme ich mich auch vermehrt meinen Kurzgeschichten und Gedichten, diese sollen über die Begeisterung nicht zu kurz kommen. Dann gibt es auf meinem Blog hoffentlich wieder mehr Literarisches.

Montag, 7. Januar 2013

Der Urlaub und das Schreiben

Nun ist mein Urlaub vorbei, ich hatte zunächst vor, in meinem Blog zahlreiche Beiträge zu veröffentlichen, da ich das sonst aus Zeitmangel nur sehr begrenzt kann, allerdings bekam ich kurz vor dem Jahreswechsel ein Angebot, einen Gastbeitrag für ein Onlinemagazin zu schreiben. Dies hatte natürlich Priorität, denn so ein Angebot bekommt man schließlich nicht alle Tage. Ich schrieb also eine neue experimentelle "Kurzgeschichte", die ich gestern fertig stellte. Um eine Auswahl anzubieten, schickte ich diese zusammen mit einem älteren Text ein. Gestern Abend erhielt ich schon Antwort, dass beide Texte veröffentlicht werden, einer im Februar und einer im März. Ich freute mich natürlich wahnsinnig und warte mit Spannung auf die Termine.

Zu verdanken habe das unter anderem auch Frederik, der ein dreiviertel Jahr, mein schriftstellerisches Werden mit seinen Anmerkungen, Fragen zu und Diskussionen über meine Texte begleitete.

Sobald meine Geschichten online sind, werde ich diese natürlich auch hier verlinken.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Kokon der Höflichkeit


Lyrik, Gedicht, Höflichkeit
 
Warum darf ich nicht die Wahrheit nennen
jenes erzählen, welches ist
warum darf ich nicht die Worte küssen
verrostete Stiche nehmen
wie sie sind -  flüchtig
ihnen Atem einhauchen
sie festhalten - in flügelschlagenden Bildern
Momentaufnahmen bilden - nackt und pur
so wie sie sind
und alle Belehrungen über den Haufen schmeißen
die Höflichkeit mit Schmutz bewerfen
die mich zum Schweigen zwingt
und Konflikte brodeln lässt
bis zur Explosion - die
nur weil man nicht die Wahrheit spricht
Seuchen wuchern
Gallensäfte überschäumen lässt
Beulen und Geschwulste zum Gedeihen bringt
im Kokon der Höflichkeit
Warum darf ich mir das nicht ersparen
und den Dreck in Farben malen

 © by Anja Wurm

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Urlaub, Ausruhen und Kreativität

Der erste Urlaubstag verlief gemischt. Die meisten Dinge, die ich mir vorgenommen hatte, habe ich natürlich nicht erledigt, allerdings sollte ich mich schließlich auch ausruhen.

Die Balance zwischen Aktivität, aufgeschobenen Bedürfnissen und Ausruhen zu finden, ist allerdings nicht so einfach und gelingt selten am ersten Urlaubstag. Die Grätsche zwischen Beruf, dem Aufbau einer zweiten Selbständigkeit, der Einrichtung meiner neuen Wohnung und meinen kreativen Bedürfnissen fiel mir in den letzten Wochen doch sehr schwer, sodass ich immer das Gefühl hatte, irgend etwas bleibt auf der Strecke, aus diesem Grund entschloss ich mich auch, diesmal etwas länger Urlaub zu nehmen.

Trotzdem ich einige neue Texte begonnen habe, mir über ältere Gedanken machte, wie ich sie verbessern könnte, bleibt ein Gefühl von Unzufriedenheit, denn eigentlich wollte ich ja noch so viel anderes tun und doch wenigstens etwas annähernd fertig stellen.

Morgen kommen M. und Familie zum Essen und hier sieht es noch aus ... naja, mir bleibt ja eigentlich noch viel Zeit, doch ich merke, der Druck ist noch nicht wirklich von mir abgefallen. Manchmal denke ich auch, dass ich durch die lange Krankheit etwas nachholen muss, weil so viele schöne Dinge brach liegen mussten und ich das Gefühl habe, ich komme nicht hinterher, die verlorene Zeit nachzuholen.

Vermutlich ist die Zeit nicht wirklich verloren, denn meine Texte erlangen mehr Poesie, Experimentelles und Tiefe und auch beruflich habe ich durch die Zwangspause einen Zuwachs an Kreativität und Können erreicht. Einige Fachbücher schwirren mir im Kopf herum, die ich jedoch noch systematisieren muss. Der Gewinn ist also enorm und versöhnt mich mit den Zeiten der Fehldiagnosen und des Leidens. Manchmal habe ich zwar Wut auf die fahrlässige Medizin, jedoch habe ich nie an Rache oder Schadensersatzklagen gedacht, allerdings hatte ich auch nie das Gefühl, dass es sich um böse Absicht handelte.

Aber ich bin und bleibe, glaube ich, ein hoffnungsloser Optimist, der immer das Positive, selbst in den schrecklichsten Dingen, sieht. ;-)

Blog-Archiv

Follower