Freitag, 30. Januar 2015

Reflektionen

Obwohl ich im Allgemeinen eher sachlich und differenziert bin, befinden sich auf meinem Blog wenige emotionale Artikel. Mit Ende 40 regt man sich schon lange nicht mehr über irgendwelche Kleinigkeiten auf, bei größeren Schweinereien neige ich jedoch immer noch zu impulsiven Reaktionen. Ich bin darüber eigentlich froh, weil Menschen, die alles hinnehmen, bereits lebendig begraben sind.

Kritisch sehe ich jedoch das Verschriftlichen dieser Aufregung. Ich werde die so entstandenen Artikel nicht entfernen, aber mich in Zukunft damit zurückhalten, da solche Entladungen weder sachlich noch differenziert sind.

Ich werde mir mehr Zeit mit meinen Äußerungen lassen, bis die erste Wut verrauscht ist, um mich dann an ein Essay setzen zu können. Die Gefühle verarbeite ich lieber in Form von Satire oder Sarcastic Fiction.

Die Belastungen des Vorjahres lasse ich nach und nach hinter mir, Ende des Jahres konnte ich endlich auch offiziell aus dem Verlag aussteigen, sodass ich mich nun wieder voll auf meinen Beruf und nach Feierabend auf das Schreiben konzentrieren kann.

Sonntag, 25. Januar 2015

3D-Druckerstifte für 3D-Gemälde und Skulpturen

Auf der Suche nach einem geeigneten Material für zu Hause ohne Werkstatt, um Skulpturen herzustellen, bin ich durch Andreas auf die 3D-Druckerstifte gestoßen. Diese sind weitaus billiger als die 3D-Drucker und haben den Vorteil, dass mit ihnen per Hand gezeichnet werden kann.

Die Druckerstifte beruhen auf dem Prinzip einer Heißklebepistole. Das Filament (ABS oder PLA) wird in den Stift eingeführt, dort erhitzt und kommt vorne in modellierbarem Zustand wieder heraus.

 Sie verarbeiten PLA und ABS-Plastik in verschiedenen Farben. Die Farbauswahl ist recht groß, sodass man sogar bunt arbeiten kann. PLA stinkt weniger, ist weniger giftig und biologisch abbaubar, dafür aber laut einem heise-Artikel auch weniger haltbar. ABS hat angeblich die Haltbarkeit der Legosteine und dürfte deswegen für Skulpturen besser geeignet sein.

Bei den 3D-Stiften hat man die Auswahl zwischen dem 3D-Doodler und dem FreeSkulpt FX-free von Pearl. Der 3-D-Doodler nutzt 3mm Plastik, der FreeSkulpt 1,75mm. Auf Youtube finden sich Anleitungen und erste Versuche, auch einige kleine Bastelarbeiten. Den einzigen Künstler, den ich bei der Bildersuche fand, arbeitet mit dem 3D-Doodler. Hier größere Plastiken aufzubauen dürfte aufgrund des dickeren Materials etwas leichter sein, aber beim FreeSkulpt dürfte aufgrund der größeren Leichtigkeit und der schmaleren Spitze ein genaueres, unangestrengteres Arbeiten möglich sein.
Das erste FreeSkulpt-Modell gibt es inzwischen für knapp 70 Euro, soll aber, entgegen der Herstellerangabe, für PLA ungeeignet sein. Das zweite Modell, FreeSkulpt FX2-free, das noch keine Bewertungen hat, scheint die Mängel des ersten beglichen zu haben, so gibt es eine genaue Temperaturangabe und - einstellung, sodass das Arbeiten mit PLA damit kein Problem mehr sein dürfte. Es sieht hochwertiger aus und hat sogar ein ergonomisches Design.

Eine Rolle mit 1 kg Filament (PLA oder ABS) gibt es bereits ab ca. 25 Euro, es kann auch Meterware gekauft werden für ca. 30 Cent pro Meter, allerdings ist bei der Meterware die Farbauswahl geringer.

Meine Wahl wird wohl auf den FreeSkulpt FX2 fallen, da mit ihm die Geschwindigkeit und mit ihr die Austrittsstärke des Filaments zu bestimmen ist, auch dürfte ein genaueres Arbeiten aufgrund der schmaleren Spitze möglich sein.

Wenn ich ein bisschen Übung habe, werde ich über die Erfahrungen mit dem 3D-Stift berichten.

Dienstag, 20. Januar 2015

Psychosen/Persönlichkeitsstörungen/Methoden

Letztes Jahr stellte ich in der TA-Gruppe (Fortbildungs- und Intervisionsgruppe zur Transaktionsanalyse) die Persönlichkeitsmodelle und Behandlungsmethoden der Schizophrenie nach Cathexis vor. Von einigen Mitgliedern wurde der Wunsch an mich herangetragen, auch noch Methoden vorzustellen, wie in den akuten Wahn eingegriffen werden kann und wie der Wahn von schizophrenen und persönlichkeitsgestörten Menschen zu unterscheiden ist.

Zwischen den Jahren habe ich mir überlegt, dass dies eine gute Möglichkeit ist, meine Methoden einmal zu systematisieren sowie komplex und verständlich darzulegen, sodass ich letzte Woche zusagte, zu diesem Thema ebenfalls eine Fortbildung anzubieten.

Da ich sowieso vorhatte, über meine Methoden irgendwann ein Buch zu schreiben, bietet sich diese Gelegenheit an, die Themen direkt schriftlich auszuarbeiten. Möglicherweise biete ich sie dann auch über meine Internetseite an, allerdings muss ich vorher Andreas fragen, ob das technisch möglich ist.

Heute habe ich mir in einer Pause schon ein verständliches Konzept überlegt und kurz skizziert, das, glaube ich, wirklich auch zur Diagnosestellung taugen kann, sodass Fehldiagnosen und -behandlungen vermieden werden können. Ich bin selbst gespannt, was daraus noch entsteht.

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