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Montag, 24. August 2015

Kreative Prozesse

Wie ihr merkt, zeichne ich immer noch. Kreative Prozesse lassen sich kaum mit Gewalt unterbrechen, bestenfalls etwas im Zaum halten. Auch wenn ich nicht vorhabe, das Zeichnen zu professionalisieren, so hat es durchaus einen höheren Zweck und ist weit mehr als reine Freizeitbeschäftigung. Es setzt Prozesse frei, die alleine mit dem Denken nicht freizusetzen sind.

Im Moment hadere ich damit, dass ein Roman nicht alleine im Kopf zu gestalten und zu planen ist, auch musste ich mir eingestehen, dass mir, trotz eigenem Stil und eigenen Entwürfen bei der Kurzprosa, für die Planung eines modernen literarischen Romans das germanistische Grundwissen fehlt. Um diese Wissenslücken zu füllen, habe ich mir Bücher zur Erzähltheorie und zur Struktur der modernen Prosa und Dramatik gekauft.

Ich bin aber guter Dinge, wenn ich meine Wissenslücken gefüllt habe und das Wissen mit der etwas ungestümen Kreativität verknüpfe, wieder gute Texte entstehen zu lassen, möglicherweise mit neuen innovativen Ansätzen.

Um der in meiner Freizeit vorherrschenden, eigene Wege suchenden Kreativität etwas Herr zu werden, habe ich mir ein Minimum von 2 Stunden täglich gesetzt, mich mit Literatur zu beschäftigen. Dann bleibt vor dem Schlafengehen immer noch Zeit zum Zeichnen und ich muss sie nicht komplett beschneiden, das hätte vermutlich auch fatale Auswirkungen, die nicht wünschenswert sein können.

Sonntag, 22. März 2015

Im Zweifel der Kreativität

Wie man an den wenigen Blogbeiträgen feststellen kann, bin ich immer noch in einer kreativen Malphase. In meiner Freizeit beschäftige ich mich hauptsächlich mit dem neuen 3D-Druckerstift, den neuen Pastell- und Ölpastellkreiden, den Tuschestiften und nur nebenbei mit dem Schreiben und den wissenschaftlichen Projekten. Im Moment befinde ich mich da in einem Konflikt, ob ich mich künstlerisch nicht weiterbilden sollte. Außer ein bisschen Begabung und Lust am Malen habe ich da nicht viel zu bieten, da ich mich mit den Techniken, dem Handwerk, nie auseinandergesetzt habe, sodass das Ganze immer auf Hobbyniveau blieb. So sollte es eigentlich auch bleiben, da ich im Malen nur eine Möglichkeit sah, Nonverbales auszudrücken und Kreativität zu schulen und zu entfachen.

Jetzt habe ich ein tolles Forum gefunden, kritzelmeister.de, und mir ein paar Bücher zu Perspektive, Licht und Schatten und Komposition bestellt, da es meinen Bildern vor allem daran mangelt. Das Forum ist sehr gut, dort kann man auch unfertige Bilder einstellen und sich Tipps von Profis geben lassen, sodass auf  Dauer auch Lernerfolge zu erwarten sind. Ob meine Begabung für mehr als Hobbykunst ausreicht, weiß ich an dieser Stelle noch nicht und das ist eigentlich auch unwichtig, da ich Spaß daran habe, aber wenn ich schon so viel Zeit hineinstecke, sollte es wenigstens irgendwann bessere Ergebnisse geben.

Trotzdem habe ich wieder ein bisschen an einem Fachbuch weitergearbeitet, etwas Prosa aufs Papier gebracht und ein wenig an meinem Roman geschrieben. Vor allem habe ich jetzt halbwegs die Logikprobleme des Romans gelöst, die der Hauptgrund dafür waren, dass ich wenig daran schreiben konnte. Das ist bei einem Ein-Mann-Roman mit karger Kulisse nicht so einfach, aber wenn ich meinem Antihelden in der kargen Kulisse gelassen hätte, hätte er kaum Entwicklungsmöglichkeiten gehabt und der Roman wäre langweilig geworden. Trotz allem weiß ich auch noch nicht, ob ich dem hohen Anspruch, den ich an das Werk habe, bereits gewachsen bin. Ein Ein-Mann-Roman, der auf 3 Wirklichkeitsebenen spielen soll mit experimentellen Elementen ist für ein erstes Werk schon eine Herausforderung. Ich bin gespannt, ob ich ihr gewachsen bin.

Samstag, 25. Januar 2014

Blogbeitrag, Kreativität oder Tagebuch?

Sehr verwundert bin ich, wenn ich beobachte, welche Blogbeiträge bei Lesern besonders gut ankommen. So ist tatsächlich zu bemerken, dass Beiträge, in denen ich über mich selbst erzähle, den größten Anklang finden. Dies wäre für mich nachvollziehbar, wenn ich etwas Spannendes aus meinem Leben von mir gäbe oder berühmt wäre. Beides ist jedoch nicht der Fall. Weder als Schriftstellerin noch als Pädagogin habe ich einen Namen, auch wenn ich im Vergleich zu anderen recht innovativ bin, sicher irgendwann Fachpublikationen folgen und hoffentlich weitere Veröffentlichungen meiner Prosa und Lyrik, ist ein Interesse an Belanglosigkeiten aus meinem Leben völlig unerklärlich. Vermutlich ein Phänomen der heutigen Zeit, das ich einfach nur feststellen kann, das von Medien forciert wird.

Warum ich mir darüber Gedanken mache? Nun, ich überlege derzeit, wie diese Blogbeiträge interessanter zu gestalten wären. Um mich schriftstellerisch weiter zu entwickeln, habe ich vor einiger Zeit begonnen, ein Beobachtungstagebuch zu schreiben, tatsächlich lässt sich feststellen, dass genau dieser individuelle Blick auf die Dinge es ist, der eine Beschreibung interessant macht. Einige Einträge hätten durchaus den Wert für sich stehen zu können. Außerdem habe ich ein Buch bestellt, wie ein philosophisches Tagebuch geführt werden kann. Hier erhoffe ich mir Anregungen, wie ich die eigenen Gedanken/Philosophien ansprechend aufbereiten kann.

Wenn ich den ein oder anderen Eintrag aus diesen Tagebüchern veröffentlichen würde, könnten tatsächlich reizvolle Blogbeiträge entstehen, die nicht lediglich Lückenfüller für unkreative Zeiten oder Phasen, an denen ich vermehrt an weiteren Projekten arbeite, sind. Die konkrete Umsetzung bedarf aber noch einiger Planung. Für Vorschläge bin ich offen, wer also Ideen oder Wünsche hat, kann sie gerne äußern.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Urlaub, Ausruhen und Kreativität

Der erste Urlaubstag verlief gemischt. Die meisten Dinge, die ich mir vorgenommen hatte, habe ich natürlich nicht erledigt, allerdings sollte ich mich schließlich auch ausruhen.

Die Balance zwischen Aktivität, aufgeschobenen Bedürfnissen und Ausruhen zu finden, ist allerdings nicht so einfach und gelingt selten am ersten Urlaubstag. Die Grätsche zwischen Beruf, dem Aufbau einer zweiten Selbständigkeit, der Einrichtung meiner neuen Wohnung und meinen kreativen Bedürfnissen fiel mir in den letzten Wochen doch sehr schwer, sodass ich immer das Gefühl hatte, irgend etwas bleibt auf der Strecke, aus diesem Grund entschloss ich mich auch, diesmal etwas länger Urlaub zu nehmen.

Trotzdem ich einige neue Texte begonnen habe, mir über ältere Gedanken machte, wie ich sie verbessern könnte, bleibt ein Gefühl von Unzufriedenheit, denn eigentlich wollte ich ja noch so viel anderes tun und doch wenigstens etwas annähernd fertig stellen.

Morgen kommen M. und Familie zum Essen und hier sieht es noch aus ... naja, mir bleibt ja eigentlich noch viel Zeit, doch ich merke, der Druck ist noch nicht wirklich von mir abgefallen. Manchmal denke ich auch, dass ich durch die lange Krankheit etwas nachholen muss, weil so viele schöne Dinge brach liegen mussten und ich das Gefühl habe, ich komme nicht hinterher, die verlorene Zeit nachzuholen.

Vermutlich ist die Zeit nicht wirklich verloren, denn meine Texte erlangen mehr Poesie, Experimentelles und Tiefe und auch beruflich habe ich durch die Zwangspause einen Zuwachs an Kreativität und Können erreicht. Einige Fachbücher schwirren mir im Kopf herum, die ich jedoch noch systematisieren muss. Der Gewinn ist also enorm und versöhnt mich mit den Zeiten der Fehldiagnosen und des Leidens. Manchmal habe ich zwar Wut auf die fahrlässige Medizin, jedoch habe ich nie an Rache oder Schadensersatzklagen gedacht, allerdings hatte ich auch nie das Gefühl, dass es sich um böse Absicht handelte.

Aber ich bin und bleibe, glaube ich, ein hoffnungsloser Optimist, der immer das Positive, selbst in den schrecklichsten Dingen, sieht. ;-)

Samstag, 8. Dezember 2012

Pause und Kreativität

Obwohl sich hier die Arbeit immer noch türmt, habe ich beschlossen, einmal einen Tag Pause einzulegen. Meine kreativen Bedürfnisse melden sich, wollen gehört werden, sich ausleben und austoben. Leider konnte ich diesen Begabungen in den letzten Wochen und Monaten kaum noch nachgehen. Zwei Erzählungen wollen überarbeitet werden, der Roman und das Theaterstück weiter geschrieben. Neue Bilder wollen gemalt, neue Skulpturen geschnitzt und geformt werden.

Da ich diese Bedürfnisse der vielen Arbeit und der Einrichtung der neuen Wohnung willen zu lange habe brach liegen lassen, lassen sie sich im Moment kaum bremsen, wollen hervor preschen, deswegen habe ich beschlossen, über Weihnachten länger Urlaub zu machen. Das ist Neuland für mich, denn ich habe während meiner gesamten Selbständigkeit, nie länger als eine Woche Urlaub am Stück gemacht und insgesamt höchstens zwei Wochen im Jahr, meistens jedoch nur eine.

Vielleicht bleibt mir dann auch noch Zeit, wieder mehr Sport zu treiben, an meinen Fachbüchern weiter zu arbeiten und mich bestimmten Themen intensiver zu widmen. Hihi, träumen darf man ja einmal, irgendwann werde auch ich es schaffen, mich damit zu arrangieren, dass der Tag nur 24 Stunden hat.

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