Sonntag, 17. November 2019

Insektenkunde: Käfer und anderes Getier


Zwitscher-Heupferd (Tettigonia cantans)
Da ich sowieso für die geplanten Animationen noch Figuren benötige, habe ich mich entschlossen, eine kleine Insektenkunde auf meinem Blog zu erstellen.

So kann ich lernen mit den Adobeprogrammen besser umzugehen. Die Insekten werde ich aber nach wie vor erst einmal in Photoshop zeichnen, obwohl Illustrator für Animationen geeigneter wäre. Vektorgrafiken können unbegrenzt vergrößert oder verkleinert werden, ohne zu verpixeln, allerdings ist eine spätere Umwandlung in Vektorgrafiken unproblematischer für mich. Die Werkzeuge zum Zeichnen sind in Photoshop besser, bzw. sehen sie einer Zeichnung auf Papier ähnlicher.

Meine erste Animation war tatsächlich eine Käferanimation, hier zu sehen.

Das weibliche Heupferd (Gattung) oben im Bild saß übrigens letzten Sommer auf meinem Balkon und war mit ca. 7 cm doppelt so groß, wie Zwitscherschrecken (Art) üblicherweise werden.

Es soll aber zunächst gar nicht um Animationen gehen, sondern tatsächlich um eine reine Insektenkunde. Beginnen will ich mit den Heuschrecken.

Samstag, 16. November 2019

Warschau

Warschau

Samstag, 9. November 2019

Gewitter


 Gerne schieben sich Touristen durch die wiederaufgebaute Altstadt mit ihrer künstlichen Patina, den engen Gassen, über das Kopfsteinpflaster zwischen Fachwerkhäusern und den Schnörkeln aus vergangenen Zeiten. Nur dem aufmerksamen Besucher entgehen das viel zu junge Holz, die zu sauber und eben verlegten Straßen und Plätze, die fehlenden Läsuren an Skulpturen und Schnörkeln, nicht.

Ein Gewitter zieht auf, Beine laufen, versuchen auszuweichen. Augen blicken den Regentropfen entgegen, schielen in Fenster. Können sie zahlen? Grazil umspielt ein Rock ein Bein. Augen sehen es, dann verschleiern Regentropfen die Sicht.

Schwarzer Himmel. Beine drängen durch die Pforten der Ladenbesitzer und Kaffeehäuser. Ein Blitz schlägt neben einem Bein ein, es vibriert, eine Regenrinne spült ein Auge auf die Straße. Weitere Augen folgen. Eine Brille wird vom tobenden Wind weitergetragen und landet in einer Pfütze.

Beine sehen nicht und Augen laufen nur manchmal.

Ein Knie hebt die Brille auf, zur besseren Sicht, dabei beschmutzt es sich. Im Kaffeehaus am Markt bekommt es nun keinen Einlass mehr.

Donnerstag, 30. Mai 2019

3D-Figur in Sculptris

Sculptris-Figur im Gebeinhaus Oppenheim
Gestern Nacht habe ich mich ein bisschen in Sculptris eingearbeitet und eine erste 3D-Figur kreiert. Sculptris ist ein Freewareprogramm der Firma Pixologic und die kleine Schwester des Profiprogrammes ZBrush. Sculptris ist weniger technisch als andere 3D-Programme und gut zum Gestalten geeignet, da wie beim Kneten oder Töpfern ein Klumpen Masse in Form einer Kugel zur Verfügung gestellt wird, die mit den verschiedenen Pinseln bearbeitet werden kann. Es ist möglich, die geometrische Einteilung der Kugel zu vervielfältigen oder zu reduzieren, sodass mit den Pinseln sowohl grob als auch fein gearbeitet werden kann sowie Alphas benutzt werden können. Der Figur kann ein Material zugewiesen und zum Schluss kann sie auch bemalt werden. Außerdem ist es möglich, ein Hintergrundbild hinzuzufügen. Der Gestaltung von Charakteren sind so wenig Grenzen gesetzt, allerdings habe ich bisher keine Funktion gefunden, um Knochen und Gelenke hinzuzufügen, sodass die Figur in einem anderen Programm noch weiterbearbeitet werden muss, wenn sie animiert werden soll. Hier gehts zur kostenlosen Software: http://pixologic.com/sculptris/

Mittwoch, 8. Mai 2019

Das Paar

Es handelte sich um eines dieser Paare, die zusammenblieben, weil sie zusammen waren. Täglich begegnete ich Pärchen dieser Art, doch dieses ließ mich aufmerken, ihre Schritte glichen sich nicht, weder ein Schlendern, noch ein Lauf, noch ein Marsch schien sie zu einen, ihre Gesichter traten regelrecht zurück, die Gespräche banal, die Stimmen im Einklang, nur der Gang unterschied sie von jenen Paaren, die dem Leben entbehrten durch ein unsichtbares Band. Während sie über jeden Stein zu stolpern schien, in den Knien abfederte, um weiterzulaufen, stolzierte er ohne ihre Ungeschicklichkeit zu bemerken, wie ein Habicht neben ihr her.

Ich schaute ihnen noch eine Weile nach, bis sie an der nächsten Kreuzung abbogen.

Sonntag, 28. April 2019

Füller zur Feder umbauen

Wer zeichnet oder illustriert, weiß, dass es nichts besseres gibt, als die herkömmliche Methode mit Federhalter, Feder und Tinten- oder Tuschefass. Die Rosenfeder oder die Zebra G Nib bieten eine Strichvarianz die Fineliner, Füller oder Kugelschreiber nicht bieten können. Mit Finelinern verschiedener Stärke kann man zwar durchaus verschieden starke Striche zeichnen, einen Strich dicker oder dünner auslaufen lassen, ist aber unmöglich. Aber wen nervt es nicht, zu Feder und Tintenfass zu greifen, um ein gutes Zeichenwerkzeug zu haben?

Für alte Füllfederhalter mit Goldfeder zahlt man auch heute noch ein kleines Vermögen für die gewünschten Strichvarianten.

Deswegen habe ich heute zwei meiner Jinhao 750 Füller, die es für 8 Euro das Stück oder 20 Euro für 4 Stück mit Konverter im Netz zu kaufen gibt und die übrigens auch mit der Originalfeder ganz wunderbar schreiben, allerdings ohne Strichvarianz, mit Zebra G Federn versehen.

Feder und Tintenleiter lassen sich ganz leicht durch festeres Ziehen aus dem Jinhao entfernen, Werkzeug benötigt man hierfür keines. Die Zebra G Nib ist genauso lang, wie die Originalfeder, sodass der Tintenleiter perfekt zur Zebra G passt. Da die Zebra G hinten jedoch eine kleine Erhöhung aufweist, ist es ein bisschen Gefriemel diese mit dem Tintenleiter wieder in den Jinhao zu stecken. Hier muss man erst das Ende der Feder in den Füller stecken, um dann Feder mit Tintenleiter zusammen weiter in den Füller zu schieben. Jetzt muss man nur noch den Konverter mit Tinte befüllen und schon besitzt man ein perfektes Zeichengerät, das sowohl kostengünstig ist, als auch eine große Strichvarianz aufweist und das Tunken der Feder in das Tintenfass überflüssig macht.


Jinhao 750 mit Zebra G Feder

Dienstag, 23. April 2019

Gedanken zur Europawahl

Nur ein paar lose Gedanken zur Wahl.

Mir wird mulmig bei dem Gedanken, dass demnächst Europawahl ist. Heute haben bereits 30% rechtsradikale und rechtsextreme Abgeordnete Sitze im Europaparlament, einige europäische Staaten werden schon rechtsradikal regiert, ohne dass das irgendwelche Konsequenzen für sie gehabt hätte, Seehofer schüttelt den übelsten von ihnen sogar die Hand, aber er wollte auch Maaßen befördern, der nachweislich die Akten im NSU-Prozess hat schreddern lassen und damit die Ermittlungen über Größe und Vernetzung des NSU, über Mordbeteiligte und andere rechte Terrorzellen verhindert hat. Macron fordert eine europäische Armee, die morgen schon rechtsextrem sein könnte, die Totalüberwachung wird weiter vorangetrieben, was bisher im demokratischen Europa für den einzelnen äußerst unangenehm, aber nicht lebensgefährlich war. Statt ein humanistisches Weltbild zu verteidigen, die Idee Europas, treiben demokratische Politiker diese Gefahren immer weiter voran, passen sich rechtsextremen Meinungen an, fördern den Menschenhandel, die Folter und die Vergewaltigung in Libyen sowie den Mord im Mittelmeer, führen Kriege um Macht und Geld, lassen die Bevölkerung verarmen ...  Als denkender Mensch muss man sich in Anbetracht dieser Zielsetzungen doch fragen, ob die demokratischen Parteien so naiv sind, nicht zu begreifen, was ihre Vorhaben und Beschlüsse für Konsequenzen haben, sollte der Rechtsextremismus in Europa die Macht ergreifen, das ist selbst mit vielen Scheuklappen auf den Augen nicht auszuschließen, oder ob sie schon rechtsextrem unterwandert sind.

Mir wird übel bei dem Gedanken, es würden nicht genug Demokraten zur Wahl gehen, obwohl es hoffnungsvolle Entwicklungen gibt, wie die Gründung neuer Parteien, die sich für ein gemeinsames Europa, gegen Klimawandel, für Chancengleichheit, gegen Armut in allen Ländern aussprechen, die eigentliche Idee Europas wieder aufgreifen und in die Tat umsetzen wollen. Nur diese Hoffnungsträger sind vermutlich nicht bekannt genug, um ausreichend Mitspracherecht im Europäischen Parlament zu erlangen.

Und ganz ehrlich, wer wollte Europa noch, wenn es rechtsextrem würde?

Freitag, 29. März 2019

Gedankenfetzen

Eigentlich heißt dieser Blog ja Gedankenfetzen, in letzter Zeit habe ich aber fast nur Bilder eingestellt. Ich fotografiere nach wie vor gerne, allerdings war es mir im Januar und Februar zu kalt, um vor die Türe zu gehen. Wenn ich in Landschaft und Fotografie versinke, bin ich gerne vier bis sechs Stunden unterwegs und danach im Winter komplett durchgefroren. Da ich wenig fotografiert habe, bin ich wieder zum Zeichnen gekommen, erst digital, dann auch in Skizzenbüchern. Um weiter Fortschritte zu machen, muss ich bald Unterricht nehmen, das eigene Auge reicht auf Dauer nicht aus. Umso mehr freue ich mich, wenn mir auf Instagram auch "echte Künstler und Illustratoren" folgen, die meinem Gekritzel offenbar irgend etwas abgewinnen können. Vielleicht gefallen ihnen ja meine Ideen oder meine Experimentierfreude.

Leider reicht die Freizeit selten aus, um alle Hobbys unter einen Hut zu bekommen, das Schreiben habe ich die letzte Zeit ziemlich zurückgestellt, bei den Fluchtgeschichten muss ich noch Recherchen anstellen und Interviews führen, der experimentellen Prosa habe ich mich die letzte Zeit wieder gewidmet, "Tim" etwas weitergeschrieben und begonnen Kurzprosa zu überarbeiten.

Für das Schreiben, das ich ja doch ernsthafter verfolge, muss ich endlich einmal feste Zeiten einführen, damit ich kontinuierlich an meinen Texten arbeite. Vielleicht sollte ich wieder, wie zu Beginn, hier ein paar Gedankenfetzen einstellen oder meinen Blog "umrissen" pflegen, aber jetzt ist erst einmal die Steuererklärung dran. :-(

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