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Freitag, 28. August 2020

Demokratie 4.0

§1 Die CDU hat immer Recht

§2 Sollte die CDU einmal nicht Recht haben, tritt §1 in Kraft 

§3 Sollte die CDU monatlich, wöchentlich oder auch täglich ihre Meinung wechseln, tritt §1 in Kraft

§4 Sondert die CDU bestimmte Personengruppen aus der Gesellschaft aus oder ab, wie Kinder, alte und behinderte Menschen, Schwerkranke und beliebig weitere Personengruppen, tritt §1 in Kraft

§5 Verbietet die CDU regierungskritische Demonstrationen, tritt §1 in Kraft

§6 Ruft die CDU zu Denunziationen auf, tritt §1 in Kraft

§7 Leugnet die CDU alle wissenschaftlichen Studien und Erkenntnisse, tritt §1 in Kraft

§8 Zerschlägt die CDU die deutsche Wirtschaft, tritt §1 in Kraft

§9 Zerstört die CDU Existenzen, tritt §1 in Kraft

§10 Wirft die CDU sinnlos mit Steuergeldern um sich, tritt §1 in Kraft 

§11 Tyrannisiert die CDU bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Selbständige oder Reisende oder beliebig weitere Bevölkerungsgruppen, um weitere Berufsbranchen zu zerschlagen, tritt §1 in Kraft

§12 Kritisiert jemand die CDU, ist er ein Faschist, sollte er kein Faschist sein, tritt §1 in Kraft

§13 Hebelt die CDU 75% des Parlaments und damit den Bundesrat aus, handelt es sich hierbei um Demokratie, sollte es sich dabei nicht um Demokratie handeln, tritt §1 in Kraft


Samstag, 13. Juni 2020

Aldous Huxley- Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt

Im Jahre 1931, als ich "Schöne neue Welt" schrieb, war ich überzeugt, dass wir noch viel Zeit hätten. Die völlig organisierte Gesellschaft, das wissenschaftliche Kastensystem, die Abschaffung des freien Willens mittels methodischen Konditionierens, die durch regelmäßige Verabreichung pharmakologisch hervorgerufene Glückseligkeit annehmbar gemachte Versklavung, die in nächtlichen Schlafunterrichtskursen eingetrichterten Glaubensartikel - das alles würde wohl einmal kommen, aber nicht zu meiner Lebenszeit, nicht einmal zu der meiner Enkel. Ich weiß das genaue Datum der in meiner "Schönen neuen Welt" erzählten Ereignisse nicht mehr; aber sie spielten sich irgendwann im 6. oder 7. Jahrhundert nach F. (Ford) ab. ... Siebenundzwanzig Jahre danach, in diesem dritten Viertel des 20. Jahrhunderts n.Chr. und lange vor dem Ende des 1. Jahrhunderts n. F., denke ich beträchtlich weniger optimistisch denn damals als ich "Schöne neue Welt" schrieb ( Huxley glaubte, die Menschen würden in der Zwischenzeit (nach dem Krieg) das Beste aus der Unordnung des Liberalismus und der viel zu ordentlichen schönen neuen Welt mache, in welcher völlig reibungsloses Funktionieren keinen Raum für Freiheit oder persönlichen Unternehmungsgeist ließe). Die Prophezeihungen von 1931 werden viel früher wahr als ich dachte. Die selige Zeit aus zu wenig Ordnung und dem Albtraum aus zu viel Ordnung hat nicht begonnen und scheint nicht beginnen zu wollen. Zwar erfreuen sich die Menschen im Westen vereinzelt noch immer eines großen Maßes an Freiheit ... In der übrigen Welt ist die Freiheit des Individuums schon verschwunden oder ganz offensichtlich im Verschwinden begriffen. Der Albtraum totaler Organisation, den ich ins 7.Jahrhundert n. F. gelegt hatte, ist aus der ungefährlich fernen Zukunft herausgetreten und erwartet uns nun unmittelbar vor unserer Tür.

(aus Aldous Huxley: Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt, Essays zum Roman)

Samstag, 9. August 2014

Macht und Wahrnehmung

Die essayistische Annäherung an das Thema Macht und Wahrnehmung ist am Montag auf KUNO veröffentlicht worden. Aufgrund der Breite der Thematik, kann es sich hier nur um einen kleinen Ausschnitt handeln, der Gegenstand beschäftigt mich aber weiter, sodass zusätzliche Abhandlungen folgen werden.

Angerissen sind zunächst uneindeutige Machtverhältnisse, Macht durch Manipulation und Wahrnehmungsverzerrung, psychische Gewalt/Ausbeutung.

Hier gehts zum Essay: Macht und Wahrnehmung

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