Sonntag, 29. November 2015

Schizophrenie und Wissenschaft

Bateson u.a., Palazzoli, Sechehaye und Schiff haben viel zu den Erkenntnissen der psychologischen Ursachen der Entwicklung einer Psychose beigetragen, meiner Ansicht nach, die wichtigsten Vertreter der psychotherapeutischen Praxis zu Theorien und  Behandlungansätzen bei Schizophrenie.

Die naturwissenschaftlichen Forschungen der letzten Jahre konnten diese Theorien um einige Erkenntnisse bereichern, wie z.B. die Hirnveränderungen bei Psychosen durch Sport positiv beeinflusst werden können oder dass Hochbegabung und Schizophrenie den gleichen genetischen Ursprung besitzen. Dies ist insofern wichtig, da Sport eine Psychotherapie postiv unterstützen kann, als auch um psychologischen Vorurteilen vorzubeugen, die in der Vergangenheit Hochbegabung und psychische Erkrankung stark der Mode unterwarfen und Menschen mit Diagnosen, die angeblich eine höhere Intelligenz aufwiesen als Normalbürger, von Schizophrenie, Borderline-Syndrom bis zur Dissoziativen Identitätsstörung abwechselnd als hochbegabt bezeichneten.

Auch gibt es neuere Erkenntnisse zu der Verteilung von psychotischen Erkrankungen in der Bevölkerung, während man früher annahm, dass Schizophrenie überall gleich mit einem Prozent in der Bevölkerung vertreten sei, weiß man heute, dass die Landbevölkerung weitaus weniger Prozentfälle als die Stadtbevölkerung aufweist. Dies passt auch zu meinen Beobachtungen, dass Reizüberflutung ein Haupttrigger bei Psychosen ist.

Will man aber eine Psychose umfassend verstehen, wird man nicht drumherum kommen, sich außer mit den klassischen Wissenschaften (Psychologie, Medizin, Biologie) zur Erforschung der Schizophrenie, auch mit der Philosophie zu beschäftigen, insbesondere mit der Seinsphilosophie und dem Konstruktivismus, denn nur, wer das Hinterfragen des Seins und der Welt intellektuell nachvollziehen kann, ist in der Lage zu begreifen, in welcher Situation sich jemand mit einer Psychose befindet. Diese Diskussion wird aber in meinem Fachbuch noch ausführlich geführt werden, hier soll sie nur als kleiner Denkanstoss dienen.

Samstag, 28. November 2015

Akt - männlich

Androgyner Mann: Tuschezeichnung

Sumoringer - Tuschezeichnung

Sonntag, 15. November 2015

Masse und Schizophrenie - ein Vergleich

Bateson u.a. untersuchten die Bedingungen, in denen es zur Schizophrenie kommt, eine der untersuchten Bedingungen ist die Theorie des Familienleibes, die kurz zusammengefasst besagt, dass alle Familienmitglieder einer Familie, in denen ein oder mehrere Kinder an Schizophrenie erkranken, einen einzigen Familienleib besitzen, in der keine Individualität und Abgrenzung zulässig ist. Massen reagieren hier ähnlich wie schizophrene Familien, sie besitzen nur einen Leib, einen Massenleib, der eine körperliche und geistige Abgrenzung verbietet, bzw. unmöglich macht.

Aus diesem Zusammenhang, des Massenleibes sind dann eben auch Massenhysterien bis hin zu Massenhalluzinationen (Marienerscheinungen) und Massenverfolgungswahn (Verschwörungstheorien), Kriege und Terrorismus zu erklären, denn es ist ausreichend, dass einer halluziniert, sich verfolgt fühlt, um die gesamte Masse in ihrem Massenleib, mit eben auch nur einem Gehirn (Gustave Le Bon) für die gesamte Masse, zum Halluzinieren zu bringen und/oder in einen Verfolgungswahn hinein zu katapultieren.

Die Führer solcher Massen leiden stets an Größenwahn, der auch die Masse in einen Größenrausch katapultiert, hier ist sie (die Masse) leicht manipulierbar und zugänglich für Halluzinationen, Verfolgungängste und schließlich auch Gewalt, da das Austreten aus dem Massenleib tabu ist.

Samstag, 14. November 2015

Masse und Ideologie

Aufgrund der starken Ideologienbildung der letzten Monate, die sich leider auch in der Mitte der Gesellschaft immer weiter ausbreitet und die ich wesentlich bedrohlicher finde, als die Geschehnisse selbst,  ich finde dabei nicht nur die neue rechte Bewegung bedrohlich, sondern ebenso die neue deutsche Willkommenskultur, die eine ähnliche Massenhysterie aufweist, wie die Rechten, eine kleine Stellungnahme. Verständlich, dass die Presse diese Hysterie anfeuert, da jede Menge Bürgerhelfer benötigt werden, gefährlich ist das trotzdem.  Manchmal würde ich die Leute gerne schütteln und sie zum Durchatmen und selbst Denken auffordern, aber dazu ein Zitat von Gustave Le Bon.

Triebhaftigkeit, Beweglichkeit und Erregbarkeit der Massen

Bei der Untersuchung ihrer grundlegenden Charakterzüge sagten wir, dass die Masse beinahe ausschließlich vom Unbewussten geleitet wird. Ihre Handlungen stehen viel öfter unter dem Einfluss des Rückenmarks als unter dem des Gehirns. Die vollzogenen Handlungen können ihrer Ausführung nach vollkommen sein, da sie aber nicht vom Gehirn ausgehen, so handelt der Einzelne nach zufälligen Reizen ...

Die mannigfachen Triebe, denen die Massen gehorchen, können je nach dem Anreiz edel oder grausam, heldenhaft oder feige sein, stets aber sind sie so unabweisbar, dass der Selbsterhaltungstrieb vor ihnen zurücktritt ...

 Daher sehen wir sie (die Masse) auch in dem selben Augenblick von der blutigsten Grausamkeit zum unbedingtem Heldentum oder Edelmut übergehen. Die Masse wird leicht zum Henker, ebenso zum Märtyrer.  (Psychologie der Massen, Die Massenseele, S. 40)

Samstag, 7. November 2015

Sterbehilfe - Bundesregierung errichtet Schwarzmarkt mit Zyankali

Frankfurt 2013 beschloss die Bundesärztekammer, Ärzten zu verbieten,  Todkranken beim Suizid zu helfen. Während Beihilfe zum Suizid weiterhin straffrei blieb, drohten Ärzten jetzt Sanktionen, wenn sie Menschen mit quälenden todbringenden Erkrankungen, Medikamente verschrieben, die sie von ihren Qualen befreien konnten.

Der Bundestag legt jetzt nach, gestern beschloss er, dass geschäftsmäßige Sterbehilfe unter Strafe zu stellen sei. Ärzte, die ihrer Berufsethik nach, Menschen die Qualen des Todeskampfes ersparen wollen, riskieren jetzt nicht nur ihre Zulassung als Arzt zu verlieren, sondern zusätzlich ein Strafverfahren.

Um die Auswirkungen solcher Beschlüsse und Gesetze zu untersuchen, fuhr Gedankenfetzen nach Frankfurt, um sich dort mit ansässigen Drogendealern zu unterhalten. Nachdem Junkies in den 80ern durch tägliche Razzien am Frankfurter Hauptbahnhof vertrieben werden sollten, ganz nach dem Motto, unsere Stadt soll sauber werden oder wenigstens sauber aussehen, trafen wir dennoch auf Johnny F. (Name von der Redaktion geändert), der uns mit den Worten: Haste was, willste was begrüßte.

Zyankali antworteten wir. Johnny F. winkte uns in eine Seitenstraße und zog uns in eine dunkle Ecke.
Johnny F.: Das ist ein heißes Eisen. 
Warum, wollten wir wissen. Er kenne uns nicht und der Handel mit todbringenden Medikamenten sei seit gestern verboten, ihm könnten nun empfindliche Strafen drohen.
Gedankenfetzen wollte wissen, wie das Geschäft laufe, seitdem der Bundesärztetag beschloss, dass Ärzte keine todbringenden Medikamente mehr verschreiben dürften.
Johnny F.: Ich habe Zyankali nicht grundsätzlich im Angebot, sondern habe es bisher nur auf Wunsch besorgt.
Gedankenfetzen: Wieso nehmen Sterbewillige Ihr Angebot nicht häufiger in Anspruch?
Johnny F.: Sterbewillige, die noch reisefähig sind, nehmen lieber den Sterbetourismus in die Schweiz oder in andere Länder in Anspruch, in denen Sterbehilfe erlaubt ist. Außerdem vermute ich, dass einige Ärzte ihre Berufsethik, Qualen zu verhindern, noch Ernst nehmen und trotz des Beschlusses der Bundesärztekammer, weiterhin Medikamente verschreiben.
Gedankenfetzen: Wird sich durch den Beschluss des Bundestages, geschäftsmäßige Sterbehilfe unter Strafe zu stellen, an Ihrem Geschäft mit Zyankali etwas ändern?
Johnny F.: Ganz sicher, ein Beschluss der Bundesärztekammer ist das eine, eine Strafverfahren etwas anderes.
Gedankenfetzen: Sie denken also, dass Ihr Geschäft mit Zyankali jetzt richtig anlaufen könnte?
Johnny F.: Ganz sicher, nach dem Beschluss des Bundestages, dürfte auch dem gutgläubigsten Patienten klar sein, dass er todbringende Medikamente nicht mehr auf legalem Wege bekommen kann. Die Angst der Bevölkerung vor dem Schwarzmarkt wird also schwinden, da es keine andere Möglichkeit mehr gibt, Sterbenden zu helfen.
Gedankenfetzen: Besteht nicht die Gefahr, dass unbescholtene Bürger, die sich auf den Schwarzmarkt begeben, übers Ohr gehauen werden?
Johnny F.: Die Gefahr besteht immer, ein Junky auf Entzug tut nahezu alles, um an den nächsten Druck zu kommen. Nachdem aber heute fast jeder Junky ins Methadonprogramm aufgenommen werden kann und es in Frankfurt sogar ein Heroinprogramm gibt, in dem Heroin kontrolliert an Süchtige abgegeben wird, ist die Gefahr nicht mehr so groß, wie in den 80ern und 90ern. Aufgrund der drohenden Strafe werden aber die Preise massiv steigen.
Gedankenfetzen: Wie passt der Zyankaliverkauf in Ihre Berufsehre, Drogendealer haben ja in unserer Gesellschaft eher den Ruf des Bösen?
Johnny F.: Gegen eine Aufwertung unseres Berufsstandes hätte ich nichts einzuwenden. Letztendlich helfen wir schon die ganze Zeit, Junkies auf Entzug, auch wenn uns der Staat einen Großteil des Geschäftes abgenommen hat, mit den Methadon- und Heroinprogrammen. Wenn wir jetzt noch Sterbende von ihren Qualen befreien können, umso besser.
Gedankenfetzen: Wir danken für das Gespräch und wünschen gute Geschäfte beim Zyankalihandel. 

Auf eine Nachfrage beim Bundestag, ob er sich darüber im Klaren sei, dass er mit der Verabschiedung des Gesetzes gegen erwerbsmäßige Sterbehilfe, dem Schwarzmarkt mit all seinen Gefahren Vorschub leiste und den Sterbenden sowie ihren Angehörigen zumute, antworteten Vertreter des Bundestages, dass ihnen das selbstverständlich bewusst sei und sie gegen eine Aufwertung der Drogendealer nichts einzuwenden hätten, denn ein Kernthema sei schließlich auch immer wieder die Inklusion benachteiligter Gruppen, schließlich versuche man schon seit Jahren durch das öffentliche Fernsehen auch den Beruf der Prostituierten aufzuwerten, zwar nur mit mäßigem Erfolg, aber nach dem Einführen von Hartz 4 und den Niedriglöhnen mussten doch neue lukrative Einkommensquellen für Niedriglöhner und Arbeitslose geschaffen werden.

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