Sonntag, 28. Juli 2013

Wolken und Regenbögen

Heute gegen 21.00 Uhr bot  mir der Himmel vom Nordbalkon im 14. Stock über dem Taunus ein unglaubliches Wolkenspiel. Vom Südbalkon gab es gleich zwei Regenbögen zu sehen. Die schönsten Szenen habe ich mit meiner Kamera eingefangen





Sonntag, 21. Juli 2013

Macht und Dienen - Reihe

Da ich eigentlich ein ziemlich unpolitischer Mensch bin, habe ich direkte politische Äußerungen stets vermieden. Natürlich enthält jeder tiefere Text Botschaften, die gewissermaßen auch politisch sind.  Die Entwicklungen der letzten Jahre, die jetzt ihren ersten Höhepunkt in Prism gefunden haben, beunruhigen mich, mein freiheitliches, demokratisches, soziales Gewissen jedoch zunehmend, sodass ich als Schriftstellerin langsam an einen Punkt komme, an dem auch ich nicht mehr schweigen kann und darf. Die Demokratie wird in unserem Land schon lange mit Füßen getreten, lediglich das Ausmaß des verfassungswidrigen Handelns war nicht öffentlich.

Da das Thema gut in die geplante Essay-Reihe "Macht und Dienen" passt, werde ich einen Text dazu schreiben und Matthias Hagedorn für KUNO zur Veröffentlichung anbieten.

Das Theaterstück "Greta und Bertie" kann ich erst einmal zur Seite legen, da es als Kurztheaterstück bereits vollendet ist, auch wenn ich irgendwann noch ein abendfüllendes Stück daraus machen will.
Der Roman "Tim" wird sowieso nur langsam wachsen und behandelt ebenso das Thema Macht, sodass ich meine Recherchen auch für ihn nutzen kann.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Nichtraucher: ein Versuch

Es gab eine Zeit, in der versuchte ich mir das Rauchen abzugewöhnen. Hier handelte es sich nicht etwa um eine  Mode, mein Zahnarzt empfahl es mir. Nun, ich gebe zu, es waren nicht nur medizinische Gründe, hinzu kam die Irritation, dass er mich stets zu später Stunde bestellte, mich nach der Behandlung zum Bier einlud, aber nach der dritten Behandlung nicht mehr mit mir sprach, stattdessen nahm er zu unseren Verabredungen eine Anstandsdame mit und redete kaum ein Wort mit mir, schaute böse, ignorierte mich, sodass ich mich mit der Anstandsdame unterhalten musste. Jedenfalls lehnte er das Rauchen nicht nur gesundheitlich ab, sondern auch persönlich.

Ich kaufte mir also Nikotinpflaster, versuchte mein Glück, tatsächlich spürte ich kaum einen körperlichen Entzug, was diese unangenehme Sache enorm erleichterte. Egal, was ich tat, bewegten sich jedoch meine Hände stets in Richtung imaginärer Tabakbeutel, ob ich nun eine Tätigkeit begann,  einen erhellenden Gedanken suchte, an der Bushaltestelle wartete oder Kaffee trank. Jedes Mal erkundeten meine Finger die Umgebung nach Tabak. Immerhin gelang es mir in dieser Zeit wenig zu rauchen, ein paar Tage lebte ich sogar abstinent.

Doch die zurückeroberte Welt der Gerüche und des Geschmacks übertraf alles an Abscheulichkeiten, die ich mir hätte vorstellen können. Vor der Haustüre der Gestank der Abgase, im Bus fahle, abgestandene Luft vermischt mit beißendem Schweiß und Alkohol, ebenso in den Lokalen, in denen sich noch Küchengeruch hinzugesellte, eine Straße weiter stank es nach altem rohen Fleisch, kurz darauf nach altem frittierten Öl, jetzt nach Hundedreck, aus den Restaurants nach Küche, gebratenem Fisch, Fleisch, Lamm und Fett. Mit dem Geschmack verhielt es sich ähnlich, jede Süßigkeit war scheußlich zuckerig, sämtliche Gerichte verwürzt, versalzen, von Genuss konnte in dieser Zeit nicht die Rede sein, selbst mein Lieblingscocktail, der Swimmingpool, war ungenießbar süß.

Ich fragte mich ernsthaft wie Nichtraucher das ertrugen, selbst meine Wohnung stank, war sie doch zuvor immer mit neuem Qualm parfumiert worden, konnte ich den kalten, in die Teppiche und Möbel gezogenen, kaum aushalten.

Und das Ende der Geschicht: Ich ertrage das Nichtrauchen nicht. :-)

AnjaWurm

Freitag, 5. Juli 2013

Gedanken um Tim


Am Mittwoch stellte ich meinen Romananfang »Tim« in der Mainzer Autorengruppe vor. Ursprünglich hatte ich vor, den Romanhelden weder zeitlich noch räumlich einzuführen, alles sollte in der Schwebe bleiben. Ich hielt das für eine gute Idee, es handelt sich schließlich um einen experimentellen Roman.

Die Autorengruppe legte mir jedoch nahe, Tim wenigstens lokal zu fixieren, dem Leser fehle sonst jegliche Orientierung, ich solle auch versuchen ihn zu binden..

Muss experimentelle Literatur so angelegt sein, dass der Leser am Ball bleibt? Ich höre wieder Frederiks Worte, der zu meinem Schreibstil meinte, ich biedere mich bislang noch zu sehr beim Leser an, ich solle noch experimenteller werden.

Eine Entscheidung habe ich bisher nicht gefällt, vermutlich wird es darauf hinauslaufen, dass ich zwei Versionen schreibe und später auswähle. Allerdings ist tatsächlich zu befürchten, dass der Text ohne Orientierung eine Zumutung wird, da sich der Leser ansonsten lediglich an den verrückten Gedankengängen des Protagonisten orientieren kann.

Ich habe eine Idee, ich könnte ihn platzieren und den Ort später in Frage stellen, möglicherweise durch surrealistische Elemente.

Dienstag, 2. Juli 2013

Höhlenkollaps

Lyrik, Gedicht

Wenn Salzriffe in Farbenfinsternis
Natronchips hervorbringen
Ödsäure mit Gasmalereien in Biovarianten
Feuerringe erzeugen
dann entsteht in Nanozeit
ein Höhlenkollaps

Anja Wurm

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