Donnerstag, 21. August 2014

Verherrlichung der totalen Gewalt

Glorifizierung und Indifferenz fördern sich wechselseitig: Verherrlichungen der eigenen Gewalttat werden noch unbedenklicher, noch ungestörter möglich, wenn der Gegner ein Nichts ist - wenn auch ein gefährliches Nichts -, dessen Gegenmotive gar nicht in einen Vergleich eintreten können. Umgekehrt wird der andere für den Töter umso gleichgültiger, je mehr die eigenen Ideale und Heldentaten den gesamten Konflikt überstrahlen. 
 Heinrich Popitz, Phänomene der Macht, Das Syndrom der totalen Gewalt, S. 74

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