Nachdem Matthias Hagedorn mein Essay zum Lauschangriff der NSA kurz vor den Bundestagswahlen veröffentlichte, der Zeitpunkt war gut gewählt, da öffentliche Medien zu dieser Zeit keine weiteren Enthüllungen verbreiten durften, es war wochenlang still um Edward Snowden und die NSA, um den Wahlerfolg von Frau Merkel nicht zu gefährden, habe ich nun einen experimentellen Text geschrieben, der die Situation nach den Enthüllungen literarisch umreißt.
Er ist jetzt auch auf KUNO erschienen: Paranoide Zeiten oder Zeit für Paranoia
Die rechtliche und demokratische Situation habe ich in einem Essay abgehandelt: Größenwahn und Kontrollsucht: das Ende der Demokratie
Samstag, 1. Februar 2014
Samstag, 25. Januar 2014
Blogbeitrag, Kreativität oder Tagebuch?
Sehr verwundert bin ich, wenn ich beobachte, welche Blogbeiträge bei Lesern besonders gut ankommen. So ist tatsächlich zu bemerken, dass Beiträge, in denen ich über mich selbst erzähle, den größten Anklang finden. Dies wäre für mich nachvollziehbar, wenn ich etwas Spannendes aus meinem Leben von mir gäbe oder berühmt wäre. Beides ist jedoch nicht der Fall. Weder als Schriftstellerin noch als Pädagogin habe ich einen Namen, auch wenn ich im Vergleich zu anderen recht innovativ bin, sicher irgendwann Fachpublikationen folgen und hoffentlich weitere Veröffentlichungen meiner Prosa und Lyrik, ist ein Interesse an Belanglosigkeiten aus meinem Leben völlig unerklärlich. Vermutlich ein Phänomen der heutigen Zeit, das ich einfach nur feststellen kann, das von Medien forciert wird.
Warum ich mir darüber Gedanken mache? Nun, ich überlege derzeit, wie diese Blogbeiträge interessanter zu gestalten wären. Um mich schriftstellerisch weiter zu entwickeln, habe ich vor einiger Zeit begonnen, ein Beobachtungstagebuch zu schreiben, tatsächlich lässt sich feststellen, dass genau dieser individuelle Blick auf die Dinge es ist, der eine Beschreibung interessant macht. Einige Einträge hätten durchaus den Wert für sich stehen zu können. Außerdem habe ich ein Buch bestellt, wie ein philosophisches Tagebuch geführt werden kann. Hier erhoffe ich mir Anregungen, wie ich die eigenen Gedanken/Philosophien ansprechend aufbereiten kann.
Wenn ich den ein oder anderen Eintrag aus diesen Tagebüchern veröffentlichen würde, könnten tatsächlich reizvolle Blogbeiträge entstehen, die nicht lediglich Lückenfüller für unkreative Zeiten oder Phasen, an denen ich vermehrt an weiteren Projekten arbeite, sind. Die konkrete Umsetzung bedarf aber noch einiger Planung. Für Vorschläge bin ich offen, wer also Ideen oder Wünsche hat, kann sie gerne äußern.
Warum ich mir darüber Gedanken mache? Nun, ich überlege derzeit, wie diese Blogbeiträge interessanter zu gestalten wären. Um mich schriftstellerisch weiter zu entwickeln, habe ich vor einiger Zeit begonnen, ein Beobachtungstagebuch zu schreiben, tatsächlich lässt sich feststellen, dass genau dieser individuelle Blick auf die Dinge es ist, der eine Beschreibung interessant macht. Einige Einträge hätten durchaus den Wert für sich stehen zu können. Außerdem habe ich ein Buch bestellt, wie ein philosophisches Tagebuch geführt werden kann. Hier erhoffe ich mir Anregungen, wie ich die eigenen Gedanken/Philosophien ansprechend aufbereiten kann.
Wenn ich den ein oder anderen Eintrag aus diesen Tagebüchern veröffentlichen würde, könnten tatsächlich reizvolle Blogbeiträge entstehen, die nicht lediglich Lückenfüller für unkreative Zeiten oder Phasen, an denen ich vermehrt an weiteren Projekten arbeite, sind. Die konkrete Umsetzung bedarf aber noch einiger Planung. Für Vorschläge bin ich offen, wer also Ideen oder Wünsche hat, kann sie gerne äußern.
Sonntag, 5. Januar 2014
Schriftsteller, Autor oder Schreibhure
Wenn M. bestimmte Autoren als Schreibhuren bezeichnet, komme ich manchmal nicht drumherum ihm Recht zu geben. Es handelt sich dann um Autoren, die Mainstream oder Unterhaltungsliteratur schreiben. Verfolge ich allerdings deren Profile, so muss ich zumindest annehmen, dass sie solche Werke, die sie schreiben, auch selbst lesen. Es kann sich dabei natürlich lediglich um einen Werbegag handeln, aber das glaube ich inzwischen nicht mehr.
Zunehmend stelle ich fest, dass selbst in meinem Freundeskreis, der hauptsächlich aus hochintelligenten bis hochbegabten Menschen besteht, sich das Bedürfnis breit macht, nach Feierabend nur noch »Schund« zu lesen. Möglicherweise liegt das am Alter, wenn der Kopf den ganzen Tag auf Hochtouren laufen muss, sind viele dann abends zu müde, zu erschöpft, um noch gute Literatur zu lesen, sicherlich auch bedingt durch immer forderndere Arbeitgeber und Stellenkürzungen in unserer Leistungsgesellschaft.
Also möglicherweise ist Mainstreamautoren gar kein Vorwurf zu machen, wenn sie schreiben, wie und was sie schreiben, weil sie selbst bevorzugt Ähnliches lesen. Wenn ein Autor mit dem, was er schreibt etwas verdienen muss oder will, ist er gezwungen sich der Mode anzupassen. Journalisten oder Autoren, die Schreibaufträge entgegennehmen, sehen das sicher weniger eng als Schriftsteller: Es ist ihr Job, das zu schreiben, was andere von ihnen wollen.
Auch früher schon haben Schriftsteller unter einem Pseudonym Groschenromane geschrieben, um Geld zu verdienen.
Für mich persönlich käme so etwas nicht in Frage, aber ich bin auch in der luxuriösen Situation, mein Geld nicht mit dem Schreiben verdienen zu müssen.
Trotzdem bemängelte Frederik meinen Schreibstil, der zwar experimentell sei, aber noch zu sehr an den Leser anbiedernd.
Natürlich habe ich mich real nie dem Leser, den ich gar nicht hatte, angebiedert, trotzdem nehme ich jede Kritik ernst, die ich bekomme und dachte lange darüber nach. Inzwischen bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass mein Schreibstil genau richtig ist, so wie er ist, er möglicherweise sogar eine Schnittstelle darstellt zwischen normaler Literatur und avantgardistischer, der heutzutage nur sehr wenige Menschen folgen können und die selbst den Kopf zu hoch trägt, um andere erreichen zu können. Ich lese es gerne, aber ich möchte nicht so schreiben, ich möchte mit meiner Literatur schon eine Schnittstelle bilden, die für Menschen, die wollen und sich Mühe geben, noch einigermaßen eingängig ist und nicht ausschließlich für die Intelligenzelite schreiben.
Trotzdem sind meine Texte für die gängigen Wettbewerbe noch zu experimentell, zu wenig Spannung und Geschichte, zu lyrisch für Prosa, sodass ich dort wenig Chancen habe. Jetzt habe ich einen Text geschrieben, der etwas mehr Geschichte enthält und etwas weniger Lyrik, vielleicht habe ich damit bessere Chancen. Bin ich jetzt ne Schreibhure? ;-) :-)
Zunehmend stelle ich fest, dass selbst in meinem Freundeskreis, der hauptsächlich aus hochintelligenten bis hochbegabten Menschen besteht, sich das Bedürfnis breit macht, nach Feierabend nur noch »Schund« zu lesen. Möglicherweise liegt das am Alter, wenn der Kopf den ganzen Tag auf Hochtouren laufen muss, sind viele dann abends zu müde, zu erschöpft, um noch gute Literatur zu lesen, sicherlich auch bedingt durch immer forderndere Arbeitgeber und Stellenkürzungen in unserer Leistungsgesellschaft.
Also möglicherweise ist Mainstreamautoren gar kein Vorwurf zu machen, wenn sie schreiben, wie und was sie schreiben, weil sie selbst bevorzugt Ähnliches lesen. Wenn ein Autor mit dem, was er schreibt etwas verdienen muss oder will, ist er gezwungen sich der Mode anzupassen. Journalisten oder Autoren, die Schreibaufträge entgegennehmen, sehen das sicher weniger eng als Schriftsteller: Es ist ihr Job, das zu schreiben, was andere von ihnen wollen.
Auch früher schon haben Schriftsteller unter einem Pseudonym Groschenromane geschrieben, um Geld zu verdienen.
Für mich persönlich käme so etwas nicht in Frage, aber ich bin auch in der luxuriösen Situation, mein Geld nicht mit dem Schreiben verdienen zu müssen.
Trotzdem bemängelte Frederik meinen Schreibstil, der zwar experimentell sei, aber noch zu sehr an den Leser anbiedernd.
Natürlich habe ich mich real nie dem Leser, den ich gar nicht hatte, angebiedert, trotzdem nehme ich jede Kritik ernst, die ich bekomme und dachte lange darüber nach. Inzwischen bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass mein Schreibstil genau richtig ist, so wie er ist, er möglicherweise sogar eine Schnittstelle darstellt zwischen normaler Literatur und avantgardistischer, der heutzutage nur sehr wenige Menschen folgen können und die selbst den Kopf zu hoch trägt, um andere erreichen zu können. Ich lese es gerne, aber ich möchte nicht so schreiben, ich möchte mit meiner Literatur schon eine Schnittstelle bilden, die für Menschen, die wollen und sich Mühe geben, noch einigermaßen eingängig ist und nicht ausschließlich für die Intelligenzelite schreiben.
Trotzdem sind meine Texte für die gängigen Wettbewerbe noch zu experimentell, zu wenig Spannung und Geschichte, zu lyrisch für Prosa, sodass ich dort wenig Chancen habe. Jetzt habe ich einen Text geschrieben, der etwas mehr Geschichte enthält und etwas weniger Lyrik, vielleicht habe ich damit bessere Chancen. Bin ich jetzt ne Schreibhure? ;-) :-)
Freitag, 27. Dezember 2013
ArtStudio: App zur Bildbearbeitung, zum Zeichnen und Malen
Auch auf die Gefahr hin, dass mein Blog zur Zeit zum Werbeblog verkommt, komme ich nicht umhin meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Erneut habe ich eine App entdeckt, die ich den Lesern nicht vorenthalten möchte, da sie für wenig Geld, ca. 4,50 Euro, Ähnliches bietet wie Photoshop Elements. Bildbearbeitung, Malen, Zeichnen fast wie auf Papier, Arbeiten auf verschiedenen Ebenen wird für kleines Geld im App Store von Apple mit ArtStudio möglich, das Ganze auf dem Touchscreen mit Fingern oder Eingabestift. Hier meine ersten beiden Versuche:
Mittwoch, 25. Dezember 2013
Kostenlose Bildung per App
Menschen, die fest im Berufsleben stehen, haben wenige Möglichkeiten sich außerberuflich fortzubilden. Mehrfach versuchte ich nebenberuflich zu studieren, nach meinem Studium Mathematik, um eine Alternative zu haben, falls ich meinen Beruf irgendwann nicht mehr ausüben kann oder will. Zu Beginn der Selbständigkeit dann Philosophie und Soziologie sowie nach meiner Erkrankung an der Fernuniversität Psychologie. Das funktionierte immer so lange ich beruflich noch nicht sehr eingespannt war, danach war es zeitlich und/oder logistisch zu meinem Bedauern nicht mehr möglich.
Die meisten Menschen besitzen nicht nur ein Talent oder eine Vorliebe für einen speziellen Fachbereich, aber wenige Möglichkeiten sich in andere oder weiterführende Fachbereiche einzuarbeiten, deswegen möchte ich heute eine App vorstellen mit der es möglich ist, Zeit und Aufwand selbst bestimmt, kostenlos an Unterricht und Vorlesungen teilzunehmen.
Mit iTunes U bietet Apple eine kostenlose Nutzung verschiedener Schulen und Hochschulen zur Weiterbildung per Video an. Von Sprachen, über Wirtschaft, Jura, Philosophie, Soziologie bis hin zu Psychologie, Informatik, Mathematik und Physik werden verschiedene Unterrichts- und Vorlesungsreihen zum kostenlosen Download angeboten. Bereitgestellt werden zwar weit mehr englische als deutsche Einheiten, aber durch ein wenig Suchen sind auch Vorlesungen der Universitäten Köln, Hannover, Bad Honnef, München und Innsbruck zu finden. Creative Wrighting Kurse werden ebenfalls bereit gestellt, leider nur in englischer Sprache.
Die meisten Menschen besitzen nicht nur ein Talent oder eine Vorliebe für einen speziellen Fachbereich, aber wenige Möglichkeiten sich in andere oder weiterführende Fachbereiche einzuarbeiten, deswegen möchte ich heute eine App vorstellen mit der es möglich ist, Zeit und Aufwand selbst bestimmt, kostenlos an Unterricht und Vorlesungen teilzunehmen.
Mit iTunes U bietet Apple eine kostenlose Nutzung verschiedener Schulen und Hochschulen zur Weiterbildung per Video an. Von Sprachen, über Wirtschaft, Jura, Philosophie, Soziologie bis hin zu Psychologie, Informatik, Mathematik und Physik werden verschiedene Unterrichts- und Vorlesungsreihen zum kostenlosen Download angeboten. Bereitgestellt werden zwar weit mehr englische als deutsche Einheiten, aber durch ein wenig Suchen sind auch Vorlesungen der Universitäten Köln, Hannover, Bad Honnef, München und Innsbruck zu finden. Creative Wrighting Kurse werden ebenfalls bereit gestellt, leider nur in englischer Sprache.
Sonntag, 22. Dezember 2013
Besinnliche Weihnachten
Jedes Jahr zur Weihnachtszeit nutze ich die Stille, um mich zu besinnen. Dazu muss niemand religiös sein, auch weltlich denkende Menschen können sich zurückziehen, im Einklang mit sich und ihrem Leben sein.
Mir wurde bereits viermal ein Leben geschenkt, zweimal im übertragenen Sinne und zweimal tatsächlich durch den Kampf mit schweren Krankheiten. Im Alltag finde ich selten die Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, Ende des Jahres jedoch schätze ich mich glücklich und bedanke mich bei meinem Willen, der mich nie im Stich ließ, selbst dann nicht, wenn mich alle verloren glaubten, selbst ich, bei meinem Körper, der allen Krankheiten trotzte und sich immer wieder regenerierte, bei meinem Geist, der mich mit Klugheit selbst durch die schwierigsten, verworrensten Wege leitete und bei meiner Seele, die all dies geduldig erlitt, ohne ihren Optimismus und ihren Charakter zu verlieren.
Bei aller Dankbarkeit gibt es jedoch einen Wermutstropfen: wie viel Glück ich im Leben hatte, ist leider nicht jedem vergönnt. Ich denke an die vielen Kranken, die sich nicht mehr erholen, an Kriege, an die Flüchtlinge, die weit mehr hinter sich haben als unsereins und trotz der traumatischen Erlebnisse selten mit Gastfreundschaft und adäquater Hilfe empfangen werden, auch an die Armen hier in Deutschland, die ungewiss in die Zukunft blicken und ihren Kindern kein schönes Weihnachtsfest mehr bescheren können, sowie an all die anderen, die körperlich oder seelisch leiden müssen.
Mir wurde bereits viermal ein Leben geschenkt, zweimal im übertragenen Sinne und zweimal tatsächlich durch den Kampf mit schweren Krankheiten. Im Alltag finde ich selten die Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, Ende des Jahres jedoch schätze ich mich glücklich und bedanke mich bei meinem Willen, der mich nie im Stich ließ, selbst dann nicht, wenn mich alle verloren glaubten, selbst ich, bei meinem Körper, der allen Krankheiten trotzte und sich immer wieder regenerierte, bei meinem Geist, der mich mit Klugheit selbst durch die schwierigsten, verworrensten Wege leitete und bei meiner Seele, die all dies geduldig erlitt, ohne ihren Optimismus und ihren Charakter zu verlieren.
Bei aller Dankbarkeit gibt es jedoch einen Wermutstropfen: wie viel Glück ich im Leben hatte, ist leider nicht jedem vergönnt. Ich denke an die vielen Kranken, die sich nicht mehr erholen, an Kriege, an die Flüchtlinge, die weit mehr hinter sich haben als unsereins und trotz der traumatischen Erlebnisse selten mit Gastfreundschaft und adäquater Hilfe empfangen werden, auch an die Armen hier in Deutschland, die ungewiss in die Zukunft blicken und ihren Kindern kein schönes Weihnachtsfest mehr bescheren können, sowie an all die anderen, die körperlich oder seelisch leiden müssen.
Donnerstag, 19. Dezember 2013
Digitale Malerei
Nachdem ich lange Zeit Smartphones und ähnliche technische Neuerungen ignoriert und verschmäht habe, mit meinem Handy lediglich telefoniert, bestenfalls einmal eine SMS geschrieben habe, bin ich nun völlig begeistert, welch neue Möglichkeiten mir das neue Tablet eröffnet. Mit der App GoodNotes wollte ich ursprünglich nur handschriftliche Notizen anlegen, bis ich feststellte, dass sie auch zum Malen und Zeichnen geeignet ist, sodass sich ganz neue Möglichkeiten eröffnen, wie Gedichte malerisch zu hinterlegen. Hier mein erster Versuch:
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