Montag, 12. September 2016

Kollegengespräche - Nietzsche und kämpferische Ideale

Aphorismen:Nietzsche schätzt kämpferische Ideale (vgl. "Also sprach Zarathustra: Von der Ehe ", die Rollenverteilung sollte gestaltet sein: der Mann als Krieger; die Frau soll Hort für den Krieger sein ;
[ zur Rolle der Frau bei Nietzsche ; vgl. Beitrag von Anja Wurm zum Dienen der Frau] )

Nietzsche wird von vielen insgeheim gefürchtet ;wir fürchten uns, dass er angreift; auch und vor allem hinterlistig;das sagt man ihm nach:" Zerstörter der Vernunft "(Theodor W. Adorno), bzw.'Proto-faschisisch' (Jürgen Habermas) man sagt eine dunkle Wahrheit; "sie" konnten nicht an ihm "vorbei"? Wer? Seine Apologeten und Kritiker;

Auch oft verfemt : Thomas Hobbes (Leviathan) der zentral den Staat als Institution des Objekt-Schutzes installiert und das Gewaltmonopol dem Staat zuspricht; der Autor der "Befriedung" des " Territoriums"..man irrt in Hobbes einen Verteidiger der Güter zu sehen; er setzt sich für die Besitzer ein; Menschen; und: er greift an; er setzt sich leidenschaftlich dafür ein, dass das Duell unvermeidbar ist; schätzt, dass die Griechen in der Freibeuterei einen tapferen Berufstand sahen; und er sagt Duelle müssten gesondert behandelt werden; gesetzlich regelbar sind sie ; aber er denkt: gelegentlich unvermeidbar ; er schätzte den Wert des prähistorischen Menschen: Tapferkeit; Nietzsche ebenso;

Nietzsche ; Hobbes ; jeder von beiden schätzt affektive Reaktion. Kriegerische Ideale verweisen auf Krieg; Kriege finden bei uns, so schliesst man sich gerne Sigmund Freud [ Das Unbehagen in der Kultur] an: zivilisiert statt; in politischen Diskursen oder: z.B.im Fussball etc.. sind z.B" einige meine ersten Gedanken dazu; und weiter: war es nicht früher üblich mit Schlimmeren aufeinander loszugehen? Muss dass ein "Zivilisierter" : Kämpfen?!?

Gegen-Frage : Hat sich der Charakter der Welt geändert ? hat die Evolution neue Mechanismen oder sind es die gleichen Gesetze oder hat sich nur der Rahmen geändert. ? - aber haben wir vor nichts mehr Angst, als wenn uns etwas angreift, das sich in unseren Kopf "einnistet"; Religion tut das gelegentlich ; Aber Nietzsche?!? Nach einiger Lektüre kann ich sagen; Hobbes; Nietzsche: beide greifen an; mit Worten; Nietzsche mit der Forderung der " Umwertung aller Werte" (vgl. Nietzsche: Der Antichrist, 1888, letzter Aphorismus) muss man sich (hier) vor Nietzsches Worten fürchten? Nein! Oder gar sie ehren? Vielleicht ; es wäre es "wert" über den Wert unserer höchsten Werte nachzudenken; sie neu zu hierarchisieren; nichts anderes meint er mit dem "Willen zur Macht" als die Umsetzung dieser Neu-Hierarchisierung, die Unwertung der Werte! Sehr zentrale Text-Passagen!

 Zurück zum Kriegerischen; Frage: Finden bedeutsame Kämpfe nicht heute "woanders" statt als früher ? Aber zu Nietzsches zurück und zu Foucault, der sich zentral auf Nietzsche bezieht!! Wie wertvoll sind Gedanken abgelöst davon, dass man immer einen Autor nennt? Mit dem Autor der sie sagt(e) als zentale Repräsentation des Gedankens? Ja! Man klebt am Autor - Das ist heute noch so! In der Post-Moderne; Internetzeitalter?

Foucault kannte es nicht; er, der den "Tod des Autors" verkündete; er starb 1984; wenige Monate nach meiner Geburt [Simon Reiss,Verfasser dieses Textes/Aphorismen] ; er gehört also wohl nicht zum Web 2.0, nicht zu diesem dieser Zeitalter. Zurück zum Kampf: ist er nicht unvermeidbar? Ist nun aber kämpfen nicht zentral;? Ja!! Nur: wie, wogegen, wofür! ; aber ein hoher "Wert" an sich !! Warum? Weil wir tapfer sein müssen! Die Welt ist kein Wunschkonzert; doch kämpfen die Wünsche miteinander! ; Ideen; Ideale; Ziele; Siege ; gibt es nichts, Werte, wofür es zu kämpfen lohnt?

In. J.R.R. Tolkiens Welten [ Das Silmarillon ; Nachrichten aus Mittelerde ; Der Herr der Ringe Bd. 1-3, Der kleine Hobbit] kämpfen die Helden; vor allem : gegen Drachen; und ihrem Herrn und Meister; den schwarzen Feind der Welt (Motgoth Bauglir, und Sauron, dessen höchsten Diener) ; und dass innerhalb einer Konzeption, einer  durch Materie gewordenen Wunsch-Gedanken-Welt [ vgl. J.R.R. Tolkien: Das Silmarillon m, Ainuedale] ;

Krieger singen! Wünsche tanzen! Gedanken kämpfen untereinander; wer hat das besser erkannt als Deleuze? Guattari, seine rechte Hand;? Wieder bleiben Namen; Tod des Autors heisst auch Tod Foucaults; aber es leben die Gedanken, gelöst von ihrem Wirt sind es "Gedanken, die leise auf Taubenfüßen gehen, die weltverändernd sind; um die Herrschaft auf der Erde kämpfen " (Nietzsche ; frei zitiert; Zitat leicht verändert) Viele Gedanken; auch die von Nietzsche ; er hat zentrale Einsichten formuliert ; wir sollten nicht feige daran vorbeigehen! Es leben die Gedanken !!

Simon Reiss

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