Samstag, 1. Februar 2014

Political Correctness statt Meinungsfreiheit

Seit längerer Zeit schon geht mir das Unterlaufen der Meinungsfreiheit in öffentlichen Debatten durch das Totschlagargument der Political Correctness gehörig auf die Nerven. Sobald es jemand wagt, an der zum Teil unmenschlichen Politik Kritik zu äußern, insbesondere an der Europapolitik oder der Ausländerpolitik, wird ihm direkt der Mund verboten, das Wort abgeschnitten und er wird in die radikale Ecke gestellt, ob er dahin gehört oder nicht.

Tatsächlich radikal und undemokratisch ist jedoch das Unterlaufen oder Verbieten der Meinungsfreiheit. Nicht erst seit der umstrittenen Sendung mit Wagenknecht und Lanz ist die Rede- und Meinungsfreiheit im deutschen Fernsehen untersagt, es gehört schon lange zum guten Ton hier demokratische Rechte zu beschneiden, Kritiker zu denunzieren und die bestehende Politik als einzig richtige und mögliche darzustellen. Vorschläge, wie eine Verelendung der Bevölkerung und/oder einzelner Länder Europas vermieden werden können oder wie Migranten besser integriert werden können als zur Zeit, dürfen nicht unterbreitet werden, da sofort Europa- oder Fremdenfeindlichkeit unterstellt werden und den Kritikern das Wort abgeschnitten wird, bevor sie Ausführungen machen und Lösungen anbieten können.

Dass dieser Streit ausgerechnet bei Lanz entfacht wurde, mag Zufall sein, möglicherweise ist aber auch Wagenknecht beliebter als andere Politiker und Lanz ist schließlich nicht gerade ein Sympathieträger.

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